Ein fünfjähriges Mädchen wacht gegen Mitternacht mit Fieber und Ohrenschmerzen auf. Die von der Mutter verabreichte Medizin zeigt keinerlei Wirkung, die Mutter wendet sich an Medhotline. Dem diensthabenden Arzt wird schnell klar, dass eine video assistierte Visite                                     unumgänglich ist, weil er einen Blick in Hals und Ohren des Mädchens werfen muss. 35 Minuten nach dem Videotelefonat trifft der Medhotline Notfallsanitäter in der Wohnung der Familie ein. Während der ganzen Untersuchung kann die kleine Patientin am Schoß ihrer Mutter sitzen, der diensthabende Arzt ist per Bodycam live dabei.                                                                                 Er diagnostiziert eine Mittelohrentzündung. Das nötige Rezept wird vor Ort ausgedruckt,                                                                     und da die Mutter alleinerziehend ist, lässt sie sich das Medikament (gegen Aufpreis) vom Sanitäter aus der Nachtapotheke holen. Zwei Stunden nach dem ersten Anruf ist das Mädchen schmerzfrei. Und kann endlich einschlafen.

Ein Mann mittleren Alters aktiviert die Medhotline-App, nachdem er sich drei Tage zuvor eine Verletzung an der Hand zugezogen hat. Es ist Samstagnachmittag, kein Hausarzt ist verfügbar. Im Videocall kann der diensthabende Arzt feststellen, dass ein desinfizierendes Fingerbad und ein Antibiotikum nötig sind. Eine Minute nach Ende des Gesprächs wird das Rezept über die App übermittelt.  

Ein junges Elternpaar wird von Geräuschen aus dem Kinderzimmer aufgeweckt. Der Säugling liegt im Kinderbett. Der kleine Bub zittert, schwitzt und reagiert nicht auf Ansprache. Im Videocall sieht der DGKP sofort, dass es sich um einen Fieberkrampf handelt. Er kann die Eltern beruhigen, Fieberkrämpfe sehen furchteinflößend aus, sind aber in der Regel harmlos. Nachdem es der erste Fieberkrampf des Buben ist, empfiehlt der Sanitäter, die Rettung zu rufen. Da die Standortdaten schon über die App übermittelt wurden, setzt die Leitstelle die Rettungskette in Gang. Der Sanitäter bleibt bis zum Eintreffen der Rettung in der Leitung und lässt die Eltern in dieser stressigen Situation nicht alleine.

Bei einer Geburtstagsfeier wird ein Kind von einer Biene in den Fuß gestochen. Die Mutter will auf Nummer sicher gehen und holt sich über Medhotline Tipps zur Ersten Hilfe und wird über Anzeichen einer Allergie aufgeklärt. Weil die Schwellung und die Schmerzen schnell abgeklungen sind, können die Kinder bald weiterspielen.

Eine junge Mutter bemerkt beim nächtlichen Stillen rote, schuppige Punkte auf Stirn und Brust ihres Säuglings. Sie kontaktiert Medhotline über die App. Der Notfallsanitäter bittet die Mutter, Fotos zu machen, diese werden gemeinsam mit der Anamnese an den diensthabenden Arzt weitergeleitet. Nach einem weiteren Videocall zwischen Arzt und Mutter stellen sich dir Rötungen als harmloser Milchschorf heraus. Mutter und Kind können beruhigt schlafen gehen.

Nach Kontakt mir einem COVID-19-Patienten befindet sich ein Medhotline-Mitglied in Quarantäne, was dem Mann erheblichen Stress verursacht. Das geht so weit, dass er unter Schlaflosigkeit leidet und seine Blutdruckmedikamente offenbar nicht mehr ausreichen. Samstagvormittag misst er auf seinem Heimgerät einen Blutdruck von 190/90, macht sich große Sorgen und kontaktiert Medhotline. Nach einer ersten Anamnese und einem Videocall mit dem diensthabenden Arzt werden die antihypertensiven Medikamente angepasst und ein leichtes Schlafmittel für die restliche Zeit der Quarantäne verordnet. Der Patient lässt sich die Medikamente gleich (gegen Aufpreis) vom diensthabenden Sanitäter zustellen.

Ein älterer Herr aktiviert die App, weil ihm beim Spazierengehen schwindlig wurde. Während der DGKP Fragen stellt, bricht das Gespräch plötzlich ab. Der Mitarbeiter versucht noch einmal, den Mann zu erreichen, als das nicht gelingt, verständigt er die Rettung. Weil die Daten des Mannes automatisch von der App übermittelt wurden, kann Medhotline den Namen und die genauen Koordinaten des Mannes an die Rettungskräfte weiterleiten.

Während der Pollenzeit hat ein Medhotline-Mitglied immer mit starker Atemnot zu kämpfen, diesmal kommt noch Schlaflosigkeit und leichtes Fieber dazu. Nach dem Videocall entscheidet sich der diensthabende Arzt für eine videoassistierte Visite, um die Frau vor Ort vom Notfallsanitäter abhorchen zu lassen, die Auskultation wird in Echtzeit zum Arzt übertragen. Schnell wird klar, dass zur Allergie eine beginnende Pneumonie (Lungenentzündung) hinzugekommen ist. Nachdem der Notfallsanitäter hier nichts weiter ausrichten kann, erhält die Frau einen Rettungstransportschein, ein Rettungswagen bringt sie zur stationären Aufnahme. Dort wird ein Röntgenbild angefertigt, dann entscheiden die Ärzte vor Ort im Krankenhaus über die weitere Vorgehensweise.